Redlichkeit

Dieser Blog wird geschrieben von Jon Baptist Erlenkötter. Ältere Beiträge von Reinhard Pfarrpfeifer. Die redlichen Heimseiten waren das Gesichtsbuch des ersten Jahrzehnts. Soziale Medien, die bei Jugendlichen sehr beliebt waren und zu einer Verbesserung der Weltsituation geführt haben. Doch dann schlief die Bewegung ein. Nach Jahren der Lethargie bin ich, also Jon Baptist Erlenkötter, wieder am keuschen Drücker, wie man so schön sagt. Die alte Bewegung bekommt man nicht mehr in Schwung, dennoch interessieren den einen oder anderen sicher meine innovativen Gedanken.


Ist das klar?
Die Jugend

Als ich gestern im Park Enten fütterte, fiel mir eine Gruppe Jugendlicher auf, die sinnlos auf einer Parkbank herumlungerte. Als ein Rentnerpaar an ihnen vorbeilief, wurde die Bank nicht etwa freigegeben - nein, das Paar wurde überhaupt nicht beachtet. Typisch Jugendliche, da müsste man gleich Anzeige erstatten! Als dann auch noch eine Koladose auf den Boden geworfen wurde, war es vorbei mit meiner guten Laune.

Ich ging zu den Jugendlichen, stemmte die Arme in die Hüften und schimpfte mit hochrotem Kopf: "Die Dose heben Sie mal schön auf, und das mit den Rentnern eben war ja wohl auch nicht gerade nett. Ist das klar?" Verduzt schauten mich die Jugendlichen an. "Was ist los?", fragte einer von ihnen. "Bleib mal locker, mit uns kann man vernünftig reden", führte er seine Frechheiten fort.

Nun platzte mir die Hutschnur, ich war wütend wie selten. "Diese Scheiß Jugend hat keinen Respekt!", schrie ich, stampfte mit den Füßen auf den Boden und hielt mir sodann eine Hand vor den Mund, als ich merkte, dass ich gerade ein unanständiges Wort gesagt hatte. Die Jugendlichen fingen an zu lachen - was für eine Demütigung.

Nun geschah auch noch das, was ich in solchen Situationen gar nicht brauchen kann: Durch den erhöhten Puls und meinen hochroten Kopf platzte eine Ader in meiner Nase, ich bekam Nasenbluten. Mit dem Taschentuch vor der Nase unternahm ich einen letzten Versuch, die Oberhand wiederzugewinnen: "Sie gehen jetzt schön nach Hause und überlegen, was Sie falsch gemacht haben!" Abermals erntete ich ein Lachen, ein Mädchen meinte: "Was für ne Witzfigur!"

"Stimmt ja gar nicht", sagte ich und ging gesenkten Hauptes davon.

Moral: Nicht immer läuft alles perfekt für uns gute Menschen, aber entmutigen lassen darf man sich dennoch nicht.

 

Ihr Jon Baptist Erlenkötter, Vorbild

30.3.16 20:37
 
Letzte Einträge: Kaffeekränzchen mit Neidhard Votze, Rache ist süß, Ode an die Landungsbrücken, Meine Jugend, Der Fahrstuhl im S-Bahnhof


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