Jon Baptist Erlenkötter

Redlichkeit

In diesem Blog wird geschrieben von Jon Baptist Erlenkötter. Ältere Beiträge von Reinhard Pfarrpfeifer. Die redlichen Heimseiten waren das Gesichtsbuch des ersten Jahrzehnts. Soziale Medien, die bei Jugendlichen sehr beliebt waren und zu einer Verbesserung der Weltsituation geführt haben. Doch dann schlief die Bewegung ein. Nach Jahren der Lethargie bin ich, also Jon Baptist Erlenkötter, wieder am keuschen Drücker, wie man so schön sagt. Die alte Bewegung bekommt man nicht mehr in Schwung, dennoch interessieren den einen oder anderen sicher meine innovativen Gedanken.


Ist das klar?
 
 

Die Mitgliedsbeiträge der Pioniere

Der geneigte Leser weiss, dass ich aus Karl-Marx-Stadt nach Hamburg zog, um dort das Wort der Redlichkeit zu verbreiten. Also sogenannter "Ossi" bin ich aber nicht nur klüger, besser und schöner als manch dahergelaufener "Wessi". Ich bin auch Pionier. So wie viele andere DDR-Bürger.

Formal trat man der Jungpionierorganisation in der ersten Klasse bei, sie währte dann bis zur dritten Klasse. Thälmannpionier war man von der vierten bis zur siebten Klasse.

Thälmannpioniere zahlten monatlich Mitgliedsbeiträge in der Höhe von 10 Pfennig, bekamen dafür eine Marke, die sie in ihren Pionierausweis einklebten.

Und nun kommt der keusche Hammer: Zwar wurde die Pionierorganisation im August 1990 aufgelöst. Formal beendet wurde der Pionierstatus aber nie.

Und so gibt es bis heute abertausende Jung- und Thälmannpioniere, die nicht mehr nach den damals geltenden Statuten leben und seit Jahren keine Mitgliedsbeiträge mehr gezahlt haben. Das ist ein Skandal!

Jeder Pionier schuldet dem Staat 26,10M. Wenn ich mich etwas abgeregt habe, informiere ich Herrn Schäuble.

1 Kommentar 4.5.12 12:24, kommentieren

Der Raser

Mein Onkel und ich wohnen in einer ordentlichen Gegend. Eine ruhige Seitenstraße, viele Rentner, Blumen auf den Balkons und viele Hinweisschilder, die zeigen, was man alles nicht darf. Den Großteil habe ich selbst gebastelt - einige weisen auf das Einsammeln des Hundekots hin, andere informieren allgemein über die richtige Benutzung von Wasserkochern, das Glühlampenverbot, die GEZ-Pflicht, Mülltrennung u.v.m.

 

Doch jeden morgen wird die Idylle gestört durch einen Raser! Er fährt schnell durch unsere Straße, es ist immer derselbe. Und mein eigens für ihn aufgestelltes Hinweisschild kann er wegen seiner rasanen Fahrweise gar nicht sehen. Ich ertappe mich dabei, wie ich jeden morgen am Fenster warte, um mich dann doch nur wieder über seine Raserei aufzuregen. Alle meckern über die Benzinpreise, und dann sieht man auf der Straße riesige Panzer, die allesamt zu schnell fahren.

So nicht, sagte ich mir, und überlegte mir eine Rafinesse. Ich wartete hinter einem Lieferwagen und passte den Raser ab. Als er fast am Lieferwagen war, sprang ich ihm in den Weg. Einer harschen Bremsung war es zu verdanken, dass er mich nicht angefahren hat. Die Reifen quietschten dermaßen, dass sie sogar etwas rauchten. Der Fahrer schien unter Schock zu stehen und entschuldigte sich.

Nun fährt er immer mit angemessener Geschwindigkeit durch den Wohnblock. Daher rate ich allen - weisen Sie Ihre Nachbarn auf deren Fehler hin. Greifen Sie ein, wenn Leute sich falsch verhalten. Oft muss man auch gar nicht selbst in Erscheinung treten - ein anonym zu Mitternachtszeit aufgestelltes Hinweisschild, ein anonymer Anruf oder auch ein Klingelstreich mitten in der Nacht sind Maßnahmen, um Weltredlichkeit und Weltkeuschheit schrittweise einzuführen.

1 Kommentar 3.4.12 11:48, kommentieren

Der vergessene Schlüssel

(Foto: Marcin Otorowski auf Wikimedia)

Manchmal gibt es Dinge, die passieren wohl nur mir. So war ich gestern abend noch unterwegs, um Handzettel zu verteilen. Ganz davon abgesehen, dass viele Leute sich sehr unflätig äußern (u.a. über mein Bild auf dem Zettel sowie die antisexuellen Parolen und meine rosafarbene Kleidung), konnte ich einiges an Informationen loswerden. Von mir kann man eben viel lernen.

Als ich dann abends nach Hause wollte, merkte ich, dass ich wohl meinen Schlüssel vergessen hatte. Ich klingelte zwar zu Hause, aber mein Onkel ist oft nicht gut beisammen und war wohl mit dem Öffnen der Tür etwas überfordert. Ich wollte ihn auch nicht zu sehr aufregen, weil ich befürchtete, dass er sonst am nächsten Morgen sehr jähzornig sein würde.

Notgedrungen - ich war ziemlich müde - legte ich mich unter einen Lkw und murmelte mich ein. Das war zwar kalt und windig, aber irgendwann gelang es mir tatsächlich, einzuschlafen. So träumte ich davon, wie ich Kaninchen und Hasen streichelte, mich dann aber fragte, wie ich beide auseinanderhalten könne. Was ich zu dem Zeitpunkt nicht wusste: Das Parken war in der Straße nicht erlaubt, am nächsten morgen war der Lkw weggefahren. Ich lag nun inmitten einer Hauptverkehrsstraße auf einer Fahrspur - Autos bremsten abrupt ab und mussten die Spur wechseln. Einige wagten es sogar, mich anzuhupen. Das fand ich dreist - ich war gar nicht richtig ausgeschlafen, und wollte mich zumindest noch etwas räkeln und strecken, bevor ich aufstand. Ein zu stressiger Morgen vermasselt den ganzen Tag.

Irgendwann hatte ich es geschafft, mich zum Aufstehen zu überwinden, kaufte dann noch schnell ein paar Brötchen und suchte in meiner Hosentasche nochmal nach dem Schlüssel, den ich nun auch vorfand.

2.4.12 12:16, kommentieren

Garftitzer Zitzenwasser

Werte Leser,

jahrelang war ich als Redlicher in Internetzforen unterwegs. Bekannt wurde ich für sachliche, informative und wissenschaftliche Beiträge. Einen Namen machte ich mir als Fachmann in allen Belangen, so auch im Werbewesen.

Nun trat kürzlich ein Milchproduzent von der Insel Rügen, Ort Garftitz, an mich heran mit der Bitte, mir doch eine Strategie für sein Unternehmen zu überlegen.

Die Ausrichtung war schnell klar - Milch ist ein regionales und biologisches Produkt. Also musste ein neuer Produktname her, der beides in sich vereint. Nach einigem Überlegen entschied ich mich, dem Produzenten die Bezeichnung "Garftitzer Zitzenwasser" vorzuschlagen.

Leider hat er sich seither nicht mehr gemeldet.

Ihr Jon Baptist Erlenkötter

27.2.12 11:23, kommentieren

myBlog-Probleme

Werte Leser,

dieser redliche Blog liegt bei myBlog.de. Leider funktioniert dieser Dienst mehr als schlecht. Nach der Eingabe von Benützername und Passwort fällt das Aussehen der Seite ins Standardaussehen des Internetzerkundungsprogrammes zurück - so richtig urig mit schwarzer Serifenschrift und blauen Verknüpfungen. Und will man einen Eintrag schreiben, so hat man meist nur eine weiße Seite.

Dieser Zustand besteht nun schon seit Wochen, und das finde ich sehr, sehr schade. Es kam schon vor, dass ich spontan einen Artikel schreiben wollte, es aber nicht konnte.

Auch das Schreiben von Kommentaren ist deutlich erschwert. Ich wollte nur, dass Sie es wissen.

Ihr Freund,

Jon Baptist Erlenkötter

1 Kommentar 21.2.12 14:47, kommentieren

Johannes Kaplan

Werte Leser,

vor einigen Tagen berichtete ich über die Vorwürfe des Johannes Kaplan in seinem neuen Blog. Darin wirft er meinem Onkel Kritik an seinem Forum sowie den späteren Austritt vor. Scheinbar gab es auch Streit zwischen Herrn Mutznock und Herrn Kaplan, den er irgendwie meinem Onkel anlastet - ich weiss es nicht genau.

Irgendwie brennt die Neugier in mir - falls jemand Hintergründe zum Handeln dieses nunmehr obskuren Herrn Kaplan kennt, möge er doch mit mir in Kontakt treten. Aus Kostengründen benutze ich die elektrische Briefadresse meines Onkels, reinhard_pfarrpfeifer@yahoo.de

Mit keuschem Gruße,

Jon Baptist Erlenkötter

1 Kommentar 21.2.12 14:40, kommentieren

Gewiefte Fernsprechapparate - die Asse in der Hosentasche

Werte Leser,

schon vor Jahren warnte ich in wissenschaftlichen Dossiers vor den Gefahren der mobilen Telefonie. So würde sich die Erde erwärmen, außerdem wären große Teilen des Gehirns hohen Strahlendosen ausgesetzt, was unweigerlich die Intelligenzleistung mindere. Heute wissen wir, dass die Gesellschaft immer dümmer wird und die Erde sich erwärmt. Die Prognosen, die damals keiner zur Kenntnis nehmen wollte, haben sich vollständig erfüllt. Mobiltelefonbenutzer haben Blut an den Händen!

Inzwischen gibt es sog. "gewiefte Fernsprechapparate", häufig auch als "Smartphones" bezeichnet. Auf diesen kann man die Uhrzeit ablesen, Tetris spielen oder sogar im Internetz brausen.

 

Bild: "moderne Unterhaltung"

Sogar die Gefahr eines thermonuklearen Krieges besteht, denn genau diesen drohte der inzwischen verstorbene Stefan Arbeit (unredl. Steve Jobs) dem von einer namhaften Suchmaschine herausgegebenen Betriebssystem an. Zank und Hader gibt es zwischen den Betriebssystemherstellern, aber auch zwischen den Herstellern ansich. So belästigen Apfel und Samsung weltweit Gerichte mit Verkaufsverbotsanträgen der jeweils anderen gewieften Fernsprechapparate.

Erderwärmung, Krieg, Zank und Hader stehen synonym für eine Welt des mobilen Telefonierens und der mobilen Internetznutzung.

Der Nutzer gibt seinen Standort und all seine Daten preis und erkauft dies mit ständiger Verstrahlung. Während der Asse-Skandal als solcher erkannt wurde, werden Mobiltelefone weiterhin verharmlost und verkauft. Das kann und darf nicht sein.

Gute Menschen nutzen redliche Telefonzellen, nutzen keine Monatskontingente (Ausnutzung der Diensteanbieter!) und gehen zuhause ins Internetz.

Seien auch Sie so. So wie ich!

Jon Baptist Erlenkötter

2 Kommentare 18.2.12 16:37, kommentieren