Startseite
  Über...
  Archiv
  Gästebuch
  Kontakt
 

  Abonnieren
 


 
Letztes Feedback
   30.11.11 11:51
       20.01.12 18:18
   

http://myblog.de/redlichkeit

Gratis bloggen bei
myblog.de



 
Aufgeben?

Die Redlichkeit im Internetz ist nicht mehr das, was sie mal war. Als ich im Jahre 1998 oder 1999 erste redliche Heimseiten sah, war ich fasziniert. Ein Thema, das kontroverser kaum sein konnte. Selbst über Kleinigkeiten zerstritt man sich bis aufs Blut, auf der einen Seite die guten Menschen, auf der anderen oft zart besaitete Jugendliche. Die Besucher der Heimseiten wurden an Lebensweisen herangeführt, von denen sie bisher noch nie etwas gehört hatten. Scheinbar kuriose alte Leute wollten ihnen nun sagen, was richtig und was falsch ist.

Die erste Welle der Redlichen waren die Christen, zunächst der streitbare Pfarrer Sacki, dann begnadete Internetzkünstler wie Johannes Kreuz oder das Institut Dr. Kirch. Sie sahen relativ normal aus und artikulierten sich auch so.

Die zweite Welle waren Redliche ohne zwanghaften Bezug zum Christentum, dafür vielleicht etwas schräger und in jedem Falle hässlicher. Einer der ersten dieser Sorte war ich, relativ zeitgleich kam auch Johannes Kaplan auf. Die Reaktionen kochten immer stärker hoch, die Stimmung in den Internetzforen war aufgeheizt.

Sehr gerne erinnere ich mich an Gustav Hofschneider und seine Erlebnisse, größtes Highlight natürlich die Samenspende. Als guter Mensch wollte er natürlich redlichen Nachwuchs erzeugen, war aber bei der Spende ganz überrascht, dass sie nicht operativ erfolgt. Also musste er sich dem üblichen Prozedere ergeben - ein Knaller.

Zu extremen Besucherzahlen verhalfen Claudia Brandenstig, die sich aber kurz später zurückzog um ein Restaurant auf dem Mond aufzumachen. Sie hatte eigens einen Betreuer für ihr Gästebuch engagiert, der aber mit der Aufgabe so überlastet war, dass er über Nacht ergraute. Und Gottfried Hanninger, der die Jugendkultur detailliert, aber vermeintlich schwachsinnig beschrieb. Tiefe Einblicke in die Schlechtigkeit von Heimrechnerspielen - ein Aufreger. Aber auch Gottfried Hanninger stellte seine Tätigkeit irgendwann ein.

Unzählige redliche Heimseiten schossen aus dem Boden, oftmals ohne eigene neue Inhalte. Die Diskussionen in den Internetzforen veränderten sich. Gute Menschen und Kontrahenten kämpften nun nicht mehr "real", sondern von beiden Seiten aus gesehen als Rollenspiel. Echte Kontrahenten, die der Sache der Redlichkeit gegenüber nicht ganz aufgeschlossen waren, gab es immer seltener. Diese Form der Diskussion war manchmal witzig - hervorgehoben sei hier Aaron Mohammed Seth, der u.a. einmal Hundefutter essen musste, da seine Klingel kaputt war und sein Betreuer daher kein Mittagessen bringen konnte. Meist war sie aber künstlich und für den Aussenstehenden gar nicht mehr verständlich. Ich vermisste immer mehr die echt aufgeregten Jugendlichen, die gegen eine so geballte Front von "Vernunft" und "Gescheitheit" ankämpfen mussten.

Das Forum der guten Menschen war ein solches Rollenspiel, auch wenn ich es manchmal vermisse. Die Einfälle der redlichen Mitstreiter waren oftmals sehr originell, ich habe gerne mitgelesen. Leider funktioniert aber diese Form der Diskussion nicht mehr. In meinem Forum hat sich eine Low-Level-Gesprächsform etabliert, bei der es nicht lohnt, überhaupt noch mitzulesen.

Mein Versuch, die Sache der Redlichkeit mit diesem Blog noch einmal aufflammen zu lassen, ist offenbar gescheitert. Ich hätte es nicht geglaubt, aber das Thema ist tatsächlich verbrannt und funktioniert in der Form nicht mehr.

Derzeit denke ich ans aufgeben. Meine Seite würde ich offenhalten, das Forum aber eventuell schließen.

 

15.10.09 12:13




Werbung ansehen!

Werte Leser,

immer wieder höre ich von Leuten, die beim Fernsehen während der Werbepausen umschalten. Tun Sie das nicht!

Die Werbung finanziert die Fernsehsendungen. Wer also Sendungen sehen will, muss auch die Werbung schauen. Alles andere ist Diebstahl, gefährdet Arbeitsplätze und führt zur Verschärfung der Krise.

Also: Schauen Sie sich die Werbung aufmerksam an, machen Sie sich Notizen und bevorzugen Sie die Produkte derer, die Ihre Lieblingsfernsehsendungen finanzieren.

Alles andere ist unfair.

25.9.09 11:38


Arbeitsangebot

Meinem Neffen wurde angeboten, "Automatenguide" bei der Deutschen Bahn zu werden. Dies wies er brüsk zurück.

Hoffen wir, dass sich mit der nächsten Bundestagswahl das leidige Thema der nervigen Arbeitsangebote erledigt hat. Arbeit - gerne! Aber doch nicht für meinen Neffen.

21.9.09 14:40


Endlich - das Glühlampenverbot!

Endlich werden Glühlampen schrittweise verboten. Am 1.9.2009 sind matte Glühbirnen sowie klare Birnen ab 100 Watt dran. Jeweils ein Jahr später werden dann schrittweise 75-Watt- und 60-Watt-Glühbirnen verboten.

Neben Energiesparlampen stehen Halogenglühlampen zur Verfügung. Insofern ist die schrittweise Aschaffung wohl sogar eher als zaghaft zu betrachten.

Ich freue mich jedenfalls schon, wenn ich Leute bei der Polizei anzeigen kann, die noch 100-Watt-Glühbirnen benutzen.

25.8.09 18:09


Blut im Toilettenpapier

Werte Leser,

ein Schreck fuhr mir heute durch meine redlichen Gebeine. Ein roter Fleck im Toilettenpapier - das konnte nur Blut sein. Sofort rief ich einen Streifenwagen herbei. Leider war dies mit einer gewissen Blamablität korreliert.

"Aber sehen Sie doch - das Toilettenpapier ist aus Altpapier gemacht, und hier ist eben ein roter Schnipsel dazwischengekommen", meinte der Polizist freundlich lächelnd zu mir. Es war so offensichtlich, dass ich zugeben musste, mich geirrt zu haben.

Die beiden Polizisten gingen dann wieder. Im Treppenhaus meinten sie, dass ich sie nicht mehr hören würde. Da sagte der eine zum anderen: "Ach deshalb haben die Kollegen so gelacht, dass wir gerade hierher fahren müssen".

Dabei fiel mir dann ein aufmunternder Spruch ein:
"Wo man lacht, da lass dich ruhig nieder. Gute Menschen lachen immer wieder."

24.8.09 22:31


Meinungsfreiheit

Der Rentnerverein Hamburg (RVH) weist darauf hin, dass die Meinungsfreiheit oft missbraucht wird, um Fehlmeinungen zu verbreiten. So ist es nicht unüblich, konterredlichen Unsinn gar in der Tagespresse abzudrucken. Vom Internetz, das der RVH lieber heute als morgen verboten sähe, ganz zu schweigen.

Zum Thema Stopp-Schild im Internetz schlägt der Rentnerverein vor, dieses auf Tageszeitungen und Fernsehen auszubreiten. Nicht eine Negativliste, sondern eine Positivliste anerkannter redlicher Heimseiten, Aussagen und Meinungsbekundungen sollte die Grundlage sein.

Auch mein Nachbar Herr Schmidt ist, dies möchte er ausdrücklich in diesem Blog hervorheben, dieser Meinung.

Redlichkeit - so soll es bald heissen - kann befohlen werden.

16.8.09 11:49


Vollbeschäftigung? Nein danke!

Nun sind sie wieder da, die großen Sprüche vor der Wahl. Herr Steinmeier droht gar mit "Vollbeschäftigung". Da sage ich beherzt: Nein danke!

Schonmal daran gedacht, wie schwer es für einen Langzeitarbeitslosen ist, sich von den liebgewonnenen Charakteren bekannter Seifenopern zu trennen? Ein Leben ohne Gerichtssendungen? Das kann ja wohl nicht sein.

Arbeit muss sein, klar. Irgendwo muss meine Rente ja herkommen. Gleichzeitig will ich aber auch mit meinen Verwandten zusammenleben und mich nicht langweilen, während sie auf Arbeit sind.

Ich werde Herrn Steinmeier jedenfalls nicht wählen.

14.8.09 09:32


 [eine Seite weiter]



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung